Durchfallquote Führerschein Berlin: Warum fast jeder Zweite durchfällt
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Durchfallquote Führerschein Berlin: Warum fast jeder Zweite durchfällt

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5 Min LesezeitFahrschüler

2025 fielen in Berlin 49 % durch die Theorie- und 48 % durch die praktische Prüfung für den Autoführerschein – der schlechteste Praxiswert Deutschlands. Die Zahlen, die Gründe und wie du beim ersten Mal bestehst.

Die kurze Antwort: 2025 wurden in Berlin 49 Prozent der Theorieprüfungen und 48 Prozent der praktischen Prüfungen für den Autoführerschein (Klasse B) nicht bestanden. Bundesweit lagen die Werte bei 44 und 37 Prozent. Bei der praktischen Prüfung hat Berlin damit die höchste Durchfallquote aller Bundesländer, bei der Theorie teilt es sich den letzten Platz mit Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Zahlen stammen aus der Auswertung nach Bundesländern, die der TÜV-Verband im Februar 2026 veröffentlicht hat. Grundlage sind die Daten der Prüforganisationen TÜV und DEKRA (arge tp 21, Stand 30.01.2026). In diesem Ratgeber erfährst du, was hinter den Berliner Zahlen steckt, woran Fahrschülerinnen und Fahrschüler in der Hauptstadt am häufigsten scheitern und was du konkret tun kannst, um beim ersten Versuch zu bestehen.

Die Berliner Zahlen im Überblick

Für die Klasse B wurden in Berlin 2025 insgesamt 91.739 Theorieprüfungen abgelegt. 49 Prozent davon waren nicht bestanden, ein Prozentpunkt weniger als 2024. Bei den praktischen Prüfungen waren es 78.254, davon 48 Prozent nicht bestanden. Im Jahr davor lag dieser Wert noch bei 43 Prozent. Innerhalb eines Jahres ist die Durchfallquote in der praktischen Prüfung also um fünf Prozentpunkte gestiegen, so stark wie in keinem anderen Bundesland.

Zählt man alle Führerscheinklassen zusammen, also auch Motorrad, Anhänger und Lkw, liegen die Berliner Werte bei 47 Prozent in der Theorie und 44 Prozent in der Praxis. Auch hier liegt Berlin klar über dem Bundesschnitt von 41 und 31 Prozent.

Zum Vergleich die Spitzenreiter bei der Klasse B: In der Theorie schneidet Hamburg mit 34 Prozent Durchfallquote am besten ab, in der Praxis Schleswig-Holstein mit 32 Prozent. Zwischen dem besten Bundesland und Berlin liegen in der praktischen Prüfung also 16 Prozentpunkte.

Großstadt macht die praktische Prüfung schwerer

Ein Detail in der Statistik ist besonders aufschlussreich: Hamburg hat die niedrigste Durchfallquote in der Theorie, aber mit 47 Prozent die zweithöchste in der praktischen Prüfung. Die beiden großen Stadtstaaten Berlin und Hamburg liegen in der Praxis ganz hinten. Das spricht dafür, dass nicht das Wissen das Problem ist, sondern der Verkehr, in dem geprüft wird.

Wer in Berlin zur Prüfung fährt, bekommt in 55 Minuten mehr Situationen als anderswo: mehrspurige Straßen mit Spurwechsel unter Zeitdruck, große Kreuzungen mit eigenen Abbiegespuren, Einbahnstraßen, Radfahrende von allen Seiten, Baustellen, Busspuren und dichten Verkehr zu fast jeder Tageszeit. Unsere Fahrlehrer nennen als typische Stolperstellen vor allem Autobahnauffahrten, Einbahnstraßen, große Kreuzungen, mehrspuriges Abbiegen und Bahnübergänge, im Westen der Stadt zusätzlich Kreisverkehre und breite Bundesstraßen.

Dazu kommt eine naheliegende Versuchung: Weil jede weitere Fahrstunde Geld kostet, meldet man sich schnell zur Prüfung an, bevor man wirklich sicher ist. Wer dann durchfällt, zahlt am Ende mehr, denn die Prüfungsgebühr, die Vorstellung zur Prüfung und meist weitere Übungsstunden fallen noch einmal an.

Theorieprüfung: Woran es meistens scheitert

Bei der Theorieprüfung für die Klasse B bekommst du 30 Fragen. Bestanden hast du, wenn du höchstens zehn Fehlerpunkte sammelst, mit einer wichtigen Ausnahme: Zwei falsch beantwortete Fünf-Punkte-Fragen bedeuten immer durchgefallen, auch wenn du rechnerisch unter zehn Punkten bleibst. Seit April 2025 gibt es zudem neue und überarbeitete Fragen im Fragenkatalog.

Eine typische Falle ist Auswendiglernen ohne Verständnis und zu wenig Übung unter Prüfungsbedingungen. Wer die Fragen nur wiedererkennt, stolpert, sobald eine Frage anders formuliert ist oder ein Bild eine Situation zeigt, die man nicht kennt. Lerne deshalb in kurzen Einheiten jeden Tag, übe ganze Prüfungsbögen am Stück und melde dich erst an, wenn du in der Lern-App mehrmals hintereinander fehlerfrei bestehst. Wie die Prüfung in Berlin abläuft und welche Lerntipps wirklich helfen, liest du in unserem Ratgeber zur Theorieprüfung in Berlin.

Fahranfänger unter 18 bestehen deutlich öfter

Bundesweit zeigt die Statistik einen klaren Unterschied beim Alter: Prüflinge unter 18 Jahren, also vor allem Fahrschülerinnen und Fahrschüler im Begleiteten Fahren, fallen in der Theorie nur zu 35 Prozent und in der Praxis nur zu 24 Prozent durch. Das sind 9 und 13 Prozentpunkte weniger als der Durchschnitt der Klasse B.

Ein Grund dürfte sein, dass Jüngere oft näher am Lernen sind und sich mehr Zeit für die Ausbildung nehmen. Wer mit 16 oder 17 anfangen kann, sollte sich das Begleitete Fahren ab 17 deshalb genau ansehen: bessere Chancen in der Prüfung und danach ein Jahr Fahrpraxis mit Begleitung, bevor man allein unterwegs ist.

Was passiert, wenn du durchfällst?

Durchfallen ist ärgerlich, aber kein Drama. Eine nicht bestandene Prüfung darf nach § 18 der Fahrerlaubnis-Verordnung in der Regel frühestens nach zwei Wochen wiederholt werden. Eine Höchstzahl an Versuchen gibt es nicht.

Für die Wiederholung fällt die Prüfgebühr von TÜV oder DEKRA erneut an, bei der praktischen Prüfung zusätzlich die Vorstellung zur Prüfung durch die Fahrschule. Meist lohnen sich vorher noch ein oder zwei gezielte Übungsstunden für genau die Situationen, an denen es gescheitert ist. Wichtig für die Planung: Die praktische Prüfung muss innerhalb von zwölf Monaten nach der bestandenen Theorieprüfung abgelegt werden, sonst verliert die Theorie ihre Gültigkeit.

Was die einzelnen Posten kosten, siehst du in unserem Ratgeber zu den Führerschein-Kosten in Berlin und im Preisrechner.

So erhöhst du deine Chancen in Berlin

Übe dort, wo geprüft wird. Für unsere Fahrschülerinnen und Fahrschüler startet die praktische Prüfung meist bei der DEKRA am Kurt-Schumacher-Damm, beim TÜV Rheinland in der Holzhauser Straße, in der Gaußstraße oder am Olympiastadion. Die Strecken im Umkreis von etwa 20 Minuten solltest du vor der Prüfung kennen, inklusive der Autobahnauffahrten in der Nähe.

Fahre regelmäßig statt selten. Zwei bis drei Fahrstunden pro Woche bringen mehr als eine Stunde alle zwei Wochen, weil du zwischen den Terminen weniger vergisst. Wer schnell und kompakt lernen will, ist mit dem Intensivkurs gut bedient.

Simuliere die Prüfung. Eine Fahrstunde, die wie die echte Prüfung abläuft, 55 Minuten, ohne Hinweise vom Fahrlehrer, mit Grundfahraufgaben und Autobahn, zeigt dir und deinem Fahrlehrer ehrlich, ob du bereit bist. Und nimm dir die Tipps aus unserem Ratgeber So bestehst du deine Fahrprüfung zu Herzen: Viele Fehler in der Prüfung entstehen durch Nervosität, nicht durch fehlendes Können.

Plane genug Fahrstunden ein. Pflicht sind nur die 12 Sonderfahrten, im Schnitt brauchen Fahrschülerinnen und Fahrschüler aber deutlich mehr. Womit du realistisch rechnen solltest, erklären wir im Ratgeber Wie viele Fahrstunden braucht man?

Gut vorbereitet mit Mo's Fahrschule

Bei Mo's Fahrschule Berlin üben wir genau die Strecken und Situationen, die in den Berliner Prüfgebieten auf dich warten. Unsere Fahrschule Reinickendorf liegt direkt im Prüfungsgebiet rund um den Kurt-Schumacher-Platz, unsere Fahrschule Charlottenburg am Spandauer Damm. Deinen Platz sicherst du dir in wenigen Minuten über die Online-Anmeldung.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Durchfallquote beim Führerschein in Berlin?
2025 wurden in Berlin für die Klasse B 49 Prozent der Theorieprüfungen und 48 Prozent der praktischen Prüfungen nicht bestanden. Bundesweit waren es 44 und 37 Prozent (Quelle: TÜV-Verband, Daten TÜV | DEKRA arge tp 21, Stand 30.01.2026).
In welchem Bundesland ist die Durchfallquote am niedrigsten?
Für die Klasse B hatte 2025 Hamburg die niedrigste Durchfallquote in der Theorie (34 Prozent) und Schleswig-Holstein die niedrigste in der praktischen Prüfung (32 Prozent). Berlin lag in der Praxis mit 48 Prozent auf dem letzten Platz.
Wie lange muss ich warten, wenn ich durchgefallen bin?
Eine nicht bestandene Prüfung darf nach § 18 der Fahrerlaubnis-Verordnung in der Regel frühestens nach zwei Wochen wiederholt werden.
Wie oft darf man durch die Führerscheinprüfung fallen?
Eine Höchstzahl an Versuchen gibt es nicht. Beachte aber: Die praktische Prüfung muss innerhalb von zwölf Monaten nach der bestandenen Theorieprüfung abgelegt werden, sonst musst du die Theorie wiederholen.
Was kostet es, wenn ich durchfalle?
Die Prüfgebühr von TÜV oder DEKRA fällt erneut an, bei der praktischen Prüfung zusätzlich die Vorstellung zur Prüfung durch die Fahrschule, bei uns 149 Euro. Dazu kommen meist ein bis zwei zusätzliche Übungsstunden.
Bestehen Jüngere die Führerscheinprüfung wirklich öfter?
Ja. Bundesweit fielen 2025 Prüflinge unter 18 Jahren nur zu 35 Prozent durch die Theorie und zu 24 Prozent durch die praktische Prüfung, deutlich seltener als der Durchschnitt der Klasse B.

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